Der Online-Einkauf

Einkaufen wird immer einfacher und komfortabler. Dem Internet sei Dank! Man sucht das Produkt seiner Begierde im Netz, vergleicht es mit anderen, drückt auf ein Knöpfchen und wartet auf den Postboten. Auch die Bezahlsysteme im Netz versüßen den Verbrauchern den Spaß am Online-Shopping.

Ratgeber: Der Online-EinkaufWer heutzutage größere Anschaffung machen möchte, geht selten, wie früher üblich, in ein Fachgeschäft und kauft dort das, was der Verkäufer empfiehlt. Bei einer teureren Anschaffung wägt man ab, schließlich ist das Angebot riesig und was genau für wen am sinnvollsten ist, muss erst einmal genauer herausgefunden werden. Ein teures Elektrogerät kauft man nicht alle Tage und bestenfalls sollte es einige Jahre Freude bereiten. In den meisten Fällen informiert man sich zuerst im Internet, studiert Testberichte und fragt bei Bekannten und Freunden nach. Vor allem die Suche im Internet ist meist sehr zeitaufwendig. Hier alle Test- und Erfahrungsberichte durchzuackern, sich über Vor- und Nachteile zu informieren und dann auch noch alle Angebote zu vergleichen, kann einige Nerven rauben, aber auch den Geldbeutel extrem schonen. Außerdem ist das Stöbern im Internet sehr praktisch – man muss nicht einmal die eigenen vier Wände verlassen und kann auch bei schlechtem Wetter bequem und trocken vor dem eigenen Bildschirm einkaufen.

Einkaufen damals

In Zeiten, als es das Internet noch nicht gab, bzw. noch nicht jeder Haushalt die Möglichkeit zur Nutzung eines Computers hatte, war der Vorgang, wenn man größere Anschaffungen tätigen wollte, recht einfach: Man begab sich in die nächstgrößere Stadt, suchte dort einige Fachgeschäfte auf, verglich deren Angebote, informierte sich gegebenenfalls noch in einer weiteren Stadt und erwarb das beste Angebot. Die Vorteile waren hierbei, dass man nicht lange überlegen und zögern musste, es gab kein allzu großes Angebot, die Wahl fiel leichter als beim heutigen Überangebot und man musste nicht allzu viele Vergleiche ziehen. Auch für die Ladenbesitzer war damals alles etwas einfacher: Der Kunde kam, wurde beraten, kaufte oder ging zur Konkurrenz. Man musste also über die Konkurrenz informiert sein und gute Preise oder einen sehr guten Service anbieten, um Kunden zufrieden zu stellen und zu halten.

Die Nachteile: Das Angebot war sehr begrenzt. Man konnte nur das miteinander vergleichen, was in der unmittelbaren Umgebung angeboten wurde. Außerdem war es oft mühsam, von Geschäft zu Geschäft zu gehen, um Waren und Preise zu vergleichen. Zudem musste man den Verkäufern vertrauen, weil man ja nicht die Möglichkeit hatte, im Internet Testberichte und neutrale Meinungen zu lesen. Für Händler ergaben sich Nachteile darin, dass man nur Kunden beliefern konnte, die ins Geschäft kamen und dort einkauften, heute haben Händler die Möglichkeit, an Kunden weltweit zu verkaufen.

Einkaufen heute

Wer heute einkauft, egal ob Kleidung, Elektrogeräte oder Lebensmittel, hat immer die Möglichkeit, sich im Internet zu informieren, in welchem Geschäft welche Waren zu welcher Zeit am günstigsten sind. Aber nicht nur das, durch das Internet ist es sogar möglich, sich aktuelle Textberichte durchzulesen, die Meinungen anderer Käufer durchzulesen und sich erst danach für ein bestimmtes Produkt zu entscheiden. Im Internet gibt es unzählige Angebote, man muss aber meist sehr viel Zeit investieren, um auch wirklich die bestmögliche Wahl zu treffen.

Die Nachteile dabei: Man kann die Ware nur auf Fotos betrachten, kann sie weder ausprobieren, noch das Material anfassen. Auch die Größenverhältnisse und die wirkliche Farbe und Form ist oft auf Bildern nicht gut zu erkennen. Durch den Versand per Post muss man ein paar Tage auf seine neue Anschaffung warten, zudem fällt sehr viel mehr Verpackungsmaterial an, welches man oft umständlich entsorgen muss. Außerdem verliert man durch das Überangebot sehr viel Zeit. Und, nicht zu vergessen, das Shoppen und Bummeln durch die Geschäfte entfällt, eine Beratung durch kompetentes Fachpersonal auch.

Allerdings gibt es natürlich auch ebenso viele Vorteile: Man hat eine sehr viel größere Produktvielfalt, kann also vergleichen und sich dann entscheiden. Die Waren muss man nicht im Geschäft in der Stadt abholen, sondern bekommt sie bequem per Post nach Hause geliefert. Und wenn man feststellt, dass einem die gekaufte Hose zu eng, die Musikanlage zu klobig oder der Reisekoffer zu klein ist, kann man das Produkt einfach wieder zurückschicken und bekommt sein Geld wieder.

Zahlen bitte!

Auch die Bezahlsysteme im Internet werden immer einfacher. Zu Anfangszeiten des Online-Shoppens waren die Möglichkeiten sehr beschränkt: Man konnte wählen zwischen der Geldübergabe per Nachnahme beim Paketboten, per Vorauszahlung an den Verkäufer oder – in manchen Fällen – auch per Kreditkarte. Allerdings gab es keine absolute Sicherheit, die Ware auch tatsächlich zu erhalten. Außerdem sind diese Zahlungsmethoden nicht mehr zeitgemäß, die Nachnahme ist recht teuer und die Vorauszahlung dauert etwas länger, weil die Ware erst verschickt wird, wenn das Geld auf dem Konto des Empfängers eingezahlt ist. Je nach Bank und Währung dauert dieser Vorgang bis zu 5 Tage.

Der Onlinekauf

„Viele haben Erfahrung mit Online-Shopping. 85 Prozent der Internetnutzer haben bereits im Internet Waren und Dienstleistungen gekauft. Am liebsten werden Eintrittskarten für Theater, Konzerte und andere Veranstaltungen online bestellt.“1

Viele Verbraucher kennen allerdings ihre Rechte beim Online-Einkauf nicht oder nur unzureichend. Hier einige Regeln, die Verbraucher beim Online-Einkauf beachten sollten:

Der Kaufvertrag

Der Kaufvertrag kommt erst durch das Angebot vom Käufer und dessen Annahme durch den Verkäufer zustande. Das Warenangebot in einem Shop ist immer unverbindlich, mit seiner Bestellung gibt der Kunde das Angebot ab. Dieses nimmt der Verkäufer meist durch eine Auftragsbestätigung per E-Mail an, allerdings ist ein Händler nicht dazu verpflichtet, seine Ware auch tatsächlich zu verkaufen. Ist der Kunde bereits negativ aufgefallen (Bonitätsprüfung), kann der Händler das Angebot des Kunden ablehnen. Bei ebay sieht der Fall etwas anders aus. Hier ist der Verkäufer zur Lieferung verpflichtet, sobald er die Ware einstellt und sich ein Käufer dafür findet. Der Kaufvertrag kommt also in diesem Fall mit der Bestellung des Kunden zustande.

Das Widerrufsrecht

In den meisten Fällen steht Käufern ein Widerrufsrecht zu, innerhalb von 14 Tagen besteht ein allgemeines Umtauschrecht, auch ohne triftigen Grund. Innerhalb dieser Zeit hat man als Käufer das Recht, die Ware wieder zurückzuschicken und zwar auch, nachdem man sie getestet oder anprobiert hat. Die Rücksendung erfolgt auf Kosten des Händlers, es sei denn, die Ware ist günstiger als 40 €, dann ist der Verkäufer nicht zur Zahlung des Rückversandes verpflichtet. Allerdings gibt es auch Ausnahmen zum Widerrufsrecht, z. B. für Spezialanfertigungen, für Waren, die aufgrund ihres Verfallsdatums von der Rücksendung ausgeschlossen sind (frische Lebensmittel, Blumen) oder versiegelte Waren wie CDs und Software. Will man als Verbraucher hierbei sichergehen, sollte man die Widerrufsbelehrung des Händlers lesen.

Sicherheit beim Bezahlen im Internet

Online-Händler kassieren mehr und mehr über Online-Bezahlsysteme. Zum einen ist es sicherer für die Käufer, zum anderen ist die Abwicklung sehr viel bequemer, schneller und zeitgemäßer – Bezahlung per Mausklick eben. Mittlerweile gibt es etliche Online-Bezahlsysteme, darunter:

PayPal

PayPal ist ein weitgehend kostenloses Online-Bezahlsystem, welches 2002 von ebay ins Leben gerufen wurde. Mittlerweile kann man in 190 Nationen per PayPal bezahlen, mittlerweile ist es mit 10 Millionen Mitgliederkonten alleine in Deutschland das größte Online-Bezahlsystem. Mit PayPal lassen sich Rechnungen von Online-Shops begleichen. Hat man einmal ein Konto eingerichtet, reicht es, nach dem Kauf einfach den PayPal-Button anzuklicken, um den Kauf zu bestätigen. Alles andere geschieht automatisch.

ClickandBuy

ClickandBuy wurde 1999 in Köln gegründet, mehr als 16.000 Anbieter nutzen diesen Zahlungsservice. Damit ist ClickandBuy vor allem in Europa führend in Sachen Zahlungsabwicklungen bei Bestellungen in Onlineshops. Mit 13 Millionen Kunden, darunter Apple iTunes, Axel Springer, Scout 24, der ADAC oder GMX ist ClickandBuy – gleich nach PayPal – die Nummer zwei des E-Payment.

T-Pay

T-Pay bietet sieben verschiedene Zahlungsarten: Kreditkarte, Lastschrift, Zahlung über die Telekom Rechnung, Call and Pay, Pay by Call, Online Überweisung und Micro-Money-Guthabenkarte. Die Guthabenkarte kann man in T-Punkt-Shops, an Tankstellen oder im Internet kaufen.

Weiterführende Informationen

Einzelnachweise:

  1. PDF Netzgesellschaft – Eine repräsentative Untersuchung zur Mediennutzung und dem Informationsverhalten der Gesellschaft in Deutschland

Autor: Luise Maurer Google+

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